Tabubruch – Jugendtheatergruppe

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In einer Wohngemeinschaft leben drei junge Künstler zusammen, der Maler Georg, der Schriftsteller Franz und die Schauspielerin Elli. Alle drei hoffen auf den großen Durchbruch in ihrer Karriere, der sich jedoch nicht einstellen will. Derweil schlagen sie sich mit Gelegenheitsjobs durch. Sie müssen dringen die Miete zusammen kriegen, denn die Vermieterin macht ihnen die Hölle heiß. Würde Georg ihr nicht von Zeit zu Zeit „im Haushalt helfen“, säßen die drei wohl längst auf der Straße.
Als Franz eine neue Bekannte mit nach Hause bringt, überrascht ihn Georg mit einem ungewöhnlichen Geburtstagsgeschenk. Elli wird derweil von Klausi, dem Sohn der Vermieterin, umworben. Die Geburtstagsfeier artet zu einer exzessiven Party aus, was der Vermieterin überhaupt nicht gefällt. Die Situation eskaliert und am nächsten Morgen gibt es eine Leiche.

Elli – Anna Olbrich / Georg – Markus Anneken / Franz – Thomas Schmale / Renate Müller – Sahra Neumann / Tweety – Lucy Bolte / Klausi – Lennart Nitsch / Steffi – Viktoria Peter, PolizistIn, JournalistIn, PflegerIn, ModeratorIn, Eltern, Engel – Alina Pinske und Marin Wagner.
Text und Regie: Fabian Link und Martin Bretschneider

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“‘Ein Tabu ist etwas, über das nicht ernsthaft und offen gesprochen wird’, sagt Regisseur Link. Deswegen sei besonders im ersten Drittel des Projekts sehr viel geredet worden – über die generelle Frage “Was ist ein Tabu?” und vor allem über konkrete Ausformungen. ‘Dabei ging es nicht nur um gesellschaftliche Tabus’, sagt Darstellerin Viktoria Peter, sondern auch um ganz persönliche.

‘Tabubruch’ ist ein Stück über kreative Köpfe und zwischenmenschliche Zwänge. Der Drang, bedeutend zu sein, von dem die drei Künstler angetrieben sind, wird in einen gesellschaftlichen Kontext aus Leistungsdruck, Statusgehabe, vermarkteter Sexualität, finanzieller Ausweglosigkeit und exzessiven Drogenkonsum gesetzt. Es ist in gewisser Hinsicht eine Anspielung auf die bei Jugendlichen beliebte TV-Sendung “Berlin Tag und Nacht”. Anders als in der Serie werden im Stück Tabus nicht der Sensationsgier wegen inszeniert, sondern von Jugendlichen zur Sprache gebracht und reflektiert.”
Neue Westfälische, 8.4.2015
demokrat ramadani